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Wie die Digitalisierung die Arbeitswelt verändert

Von Max Ertl • 1. August 2017

Digitalisierung Arbeitswelt © fotolia / olezzoDer digitale Wandel schreitet unaufhörlich voran. Wie sich die Arbeitswelt im Zuge der Digitalisierung verändert und was Sie tun können, um den damit verbundenen Anforderungen gerecht zu werden, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Seien es Lagerhallen, die rechtzeitig warnen, bevor es zu Engpässen kommt oder Produkte, die genau mitteilen, wo sie sich gerade befinden: Was heute möglich ist, schien noch vor wenigen Jahren undenkbar. Intelligente Supply Chains vernetzen von der Buchhaltung bis zum Zulieferer alle beteiligten Stellen, und sämtliche relevanten Informationen können dank einer lückenlosen Kommunikation in Echtzeit abgerufen werden. Auf diese Weise wird es möglich, zeitnah auf veränderte Kundenanforderungen zu reagieren, was in der Folge nicht nur eine mögliche Über- oder Unterproduktion verhindert, sondern auch die Reputation der an der Wertschöpfungskette beteiligten Unternehmen stärkt.

 

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Für die Industrie ist diese Entwicklung ein Segen, wie mehrere Untersuchungen klar belegt haben. So werden etwa in der Studie „Industrie 4.0 - Chancen und Herausforderungen der vierten industriellen Revolution“ eine bessere Planung und Steuerung in den Bereichen Produktion und Logistik, eine höhere Kundenzufriedenheit, mehr Flexibilität in der Produktion sowie eine verbesserte Qualitätssicherung als wesentliche Treiber genannt.

Doch es ist nicht nur die Industrie, die von den Möglichkeiten der Digitalisierung profitieren kann: Neun von zehn Geschäftsführern und Vorständen in Unternehmen ab 20 Mitarbeitern erkennen laut einer repräsentativen Bitkom-Befragung die Chancen der Digitalisierung. Zwar werden noch längst nicht alle Potenziale ausgeschöpft, doch jeder Schritt zählt und etliche Betriebe haben beispielsweise mit der Umstellung auf ein digitales Dokumentenmanagement bereits erhebliche Erfolge erzielt: Während viele Routineaufgaben – wie etwa das Bearbeiten und Archivieren von Rechnungen – früher noch manuell erledigt werden mussten, erlaubt es der technische Fortschritt heute, derartige Prozesse zu automatisieren und dadurch wertvolle Ressourcen freizusetzen.

Wie neue Geschäftsmodelle den Markt verändern

Wie sämtliche Veränderungen bringt auch die fortschreitende Digitalisierung Herausforderungen mit sich, die bewältigt werden müssen.  Unternehmen, die vor dieser Tatsache die Augen verschließen, stehen mit dem Rücken zur Wand, denn der digitale Wandel lässt sich nicht aufhalten und nur wer sich anpasst, kann auf Dauer bestehen.

Ein klassisches Beispiel ist die Hotelbranche, die von der Digitalisierung gleich in mehrerlei Hinsicht aufgerüttelt wurde. Zum einen, weil sich der Konkurrenzkampf durch Bewertungs- und Preisvergleichsportale enorm verschärft hat und zum anderen, weil ein völlig neues Geschäftsmodell die Branche ins Wanken brachte: War vor einigen Jahren noch völlig klar, dass Urlaube im Hotelzimmer verbracht werden, hat Airbnb diese Haltung inzwischen völlig auf den Kopf gestellt. Nach Angaben des 2008 gegründeten Unternehmens haben bereits rund 60 Millionen Menschen aus aller Welt die Möglichkeit genutzt, sich im Urlaub in fremden Privatwohnungen einzuquartieren. Hotelsuche? Überflüssig! Stattdessen reicht ein Besuch der Website, um sich aus Millionen von individuellen Unterkünften in 191 Ländern genau diejenige auszusuchen, die am besten zu den eigenen Erwartungen passt. Airbnb-Kunden sind von diesem Angebot begeistert – traditionsreiche Pensionen und Hotels eher weniger.

Airbnb ist nur eines von vielen Start-ups, die mit innovativen Ideen und der Möglichkeit, flexibel zu agieren, die Chancen der Digitalisierung für sich genutzt haben. Wollen alteingesessene Unternehmen in der heutigen Zeit erfolgreich sein, sind sie gut damit beraten, ebenfalls neue Wege zu gehen, um ihre jeweilige Arbeitswelt mithilfe der Digitalisierung zu optimieren. Andernfalls kann es leicht passieren, dass die Konkurrenz in großen Schritten vorbeizieht.

Eine flexiblere Arbeitswelt als Folge der Digitalisierung

Benötigt ein Mitarbeiter Zugriff auf wichtige papierbasierte Dokumente, kann es dauern, bis er die gewünschten Informationen in Händen hält. Im besten Fall reicht das Durchsuchen des Aktenschranks, im schlimmsten Fall werden ganze Abteilungen in die Suche eingespannt. Wie viel Zeit und damit auch Geld auf diese Weise verloren geht, können Sie sich denken. Haben Unternehmen ihre Dokumente digitalisiert, sinkt dieses Risiko enorm, denn mit wenigen Mausklicks können alle Berechtigten jederzeit auf benötigte Daten zugreifen und sie im Anschluss wieder sicher archivieren.

Und das ist nur die Spitze des Eisbergs, denn die neuen technischen Möglichkeiten sind auch in der Lage, die gewohnte Alltagsroutine eines Unternehmens komplett auf den Kopf zu stellen. Moderne Collaboration Tools machen es möglich, dass Mitarbeiter nicht mehr kontinuierlich physisch anwesend sein müssen, um ihren Job zu erledigen, und wichtige Informationen sind auch außerhalb der Arbeitszeiten von jedem Ort der Welt aus abrufbar. All das schafft den Rahmen für eine deutlich flexiblere und produktivere Arbeitswelt, in der Mitarbeiter dank (teil-)automatisierter Prozesse nicht mehr ständig Rücksprache mit ihren Vorgesetzten halten müssen, sondern eigenverantwortlicher handeln können als jemals zuvor. Für so manche Führungskraft wird diese Entwicklung zur Herausforderung, denn haben Mitarbeiter erst einmal erkannt, welche theoretischen Möglichkeiten sich ihnen bieten, fordern sie diese auch in der Praxis ein.

Die Konsequenzen hat eine Studie der LeadershipGarage Research Group beschrieben: Die Machtverhältnisse in Organisationen verschieben sich, hierarchische Strukturen werden zu Netzwerken und Führung findet vermehrt auf Distanz statt. Nach Angaben der LeadershipGarage verändern sich mit der Digitalisierung auch die Aufgaben des Managements. Wollen Führungskräfte erfolgreich sein, müssen sie laut den Forschern „Wissen verteilen statt Wissen horten“, „Vertrauen schaffen und gegenseitiges Verständnis fördern“ sowie „motivieren statt kontrollieren.“

Doch nicht nur Führungskräfte, sondern auch die von der Digitalisierung betroffenen Mitarbeiter müssen umdenken.  So viele Freiheiten ihnen der digitale Wandel verspricht, so viele Herausforderungen und Pflichten gehen auch damit einher. Kontinuierliche Weiterbildungen zu Themen wie Datenschutz oder dem technologischen Fortschritt werden immer wichtiger und Jobbeschreibungen verändern sich. Wer sich diesen Veränderungen als Mitarbeiter verwehrt, läuft Gefahr, ersetzt zu werden. Wer sich hingegen engagiert mit den neuen technologischen Möglichkeiten auseinandersetzt, kann ihr Potenzial nutzen, um von optimierten Arbeitsabläufen und einem Mehr an Eigenständigkeit zu profitieren.

Wie Sie Ihr Unternehmen auf die Digitalisierung und eine veränderte Arbeitswelt vorbereiten

Unternehmen, die auf die Veränderungen der Arbeitswelt vorbereitet sind, haben die Digitalisierung zur Chefsache erklärt und einen Hauptverantwortlichen benannt, der die Zügel fest in der Hand hält. Laut dem Bitkom Digital Office Index handelt es sich dabei in den meisten Fällen um ein Mitglied der Geschäftsführung beziehungsweise des Vorstands oder um den IT-Leiter. Job des Digitalisierungsbeauftragten ist es, im ersten Schritt zu klären, in welchen Abteilungen der digitale Wandel den größten Nutzen verspricht. Diese Analyse ist von enormer Bedeutung, denn je genauer Sie sich mit der Frage beschäftigen, wo in Ihrem Unternehmen die größten Potenziale liegen, desto leichter wird es Ihnen später fallen, mit den Veränderungen der Arbeitswelt Schritt zu halten. Im Anschluss wird dann gemeinsam mit Experten eine tragfähige Digitalisierungsstrategie entwickelt.

Wichtiger denn je ist es auch, sich für die wachsende Konkurrenz zu rüsten. Kontinuierlich drängen Unternehmen auf den Markt, die Altbekanntes neu verpacken und möglicherweise eine kundenorientierte Herangehensweise finden, auf die bislang noch niemand gekommen ist. Wollen Sie in diesem Umfeld mithalten, werden Sie nicht umhinkommen, Ihr eigenes Geschäftsmodell regelmäßig zu hinterfragen und sich den neuen Herausforderungen anzupassen.  Flexibilität ist Trumpf, denn die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten und Unternehmen, die in starren Strukturen verharren, werden schnell abgehängt.

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