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Die häufigsten Irrtümer zur Digitalisierung in Deutschland

By Max Ertl • 29 August 2017

Irrtümer Digitalisierung im Mittelstand © fotolia / ra2 studioAuch wenn die Digitalisierung in Deutschland bereits weit fortgeschritten ist, gibt es sie immer noch: Die (meist kleinen und mittelständischen) Unternehmen, die vor der Umstellung zurückschrecken. 

Welche Fehlannahmen durch deutsche Büroflure geistern und weshalb Sie sich davon nicht abschrecken lassen sollten, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Weshalb vor allem kleine Unternehmen die Digitalisierung in Deutschland bremsen

Die Digitalisierung hat Deutschland fest im Griff. So der Grundtenor vieler Studien zum Thema Digitalisierung in Deutschland. Blickt man allerdings genauer hin, zeigt sich, dass insbesondere kleinere Unternehmen noch immer vor Investitionen in die digitale Zukunft zurückscheuen. So hat etwa der Bitkom Digital Office Index ergeben, dass Betriebe mit weniger als 100 Mitarbeitern häufig keine oder nur unzureichende Strategien zur Bewältigung des digitalen Wandels haben.

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Beschäftigen wir uns mit den Hintergründen, stellen wir fest, dass viele Unternehmen zwar die Chancen der Digitalisierung erkennen, doch hinsichtlich der Risiken oft Fehleinschätzungen unterliegen. Insbesondere die folgenden drei Punkte werden immer wieder genannt: Unsicherheit bezüglich des Investitionsbedarfs, Mangel an qualifiziertem Personal und Sorgen hinsichtlich des Datenschutzes. So nachvollziehbar diese Punkte auf den ersten Blick auch sein mögen, so oft entpuppen sich Befürchtungen wie diese bei genauerem Hinsehen als unbegründet.

Fehlannahme 1: Die Investition macht sich nicht bezahlt.

Macht sich der Schritt in die digitale Zukunft bezahlt? Werfen Entscheider diese Frage auf, reichen die Reaktionen von engagiertem Kopfnicken bis hin zu zweifelndem Schulterzucken. Und sind die Zweifler in der Mehrheit, bleibt alles wie es ist.

Dass viele Unternehmer das Gefühl haben, die erforderlichen Investitionen könnten sich nicht auszahlen, gilt mittlerweile als erwiesen. Kein Wunder also, dass auch der Bitkom Digital Office Index feststellt, dass 6 von 10 Betrieben die erforderlichen Investitionen als zu hoch einschätzen. Doch liegen sie mit dieser Einschätzung richtig?

Fakt ist: Wer von den Möglichkeiten der Digitalisierung profitieren möchte, muss zunächst einmal Geld in die Hand nehmen. Fakt ist allerdings auch: Die für den digitalen Fortschritt nötigen Investitionen zahlen sich aus. Bereits mit der Umstellung auf elektronische Rechnungen kann die deutsche Wirtschaft rund 500 Mrd. Euro jährlich einsparen – und das ist nur der Anfang. Je mehr Prozesse Sie in Ihrem Unternehmen digitalisieren, desto größer wird auch Ihr Profit. So hat etwa eine Studie von PwC und Strategy& zum Thema Industrie 4.0 ergeben, dass sich die befragten Unternehmen auf fünf Jahre gerechnet eine durchschnittliche Effizienzsteigerung von 18 Prozent versprechen, und ein Drittel der befragten Unternehmen geht sogar von noch größeren Potenzialen aus. Die prognostizierte Kostenersparnis beträgt rund 13,8 Prozent.

Lassen Sie sich also nicht von den Anfangsinvestitionen abschrecken, sondern rechnen Sie genau durch, wie viel Einsparungspotenzial Ihnen die digitale Technik bietet. 

Fehlannahme 2: Die Daten sind nicht sicher

Je mehr Prozesse im Zuge der Digitalisierung in Deutschland automatisiert werden und je höher der Reifegrad der digitalen Echtzeitkommunikation zwischen Maschinen und Menschen ist, desto mehr Daten müssen auch verarbeitet werden. So viel ist klar. Ist es folglich nicht sicherer, bei der guten alten Kommunikation von Angesicht zu Angesicht zu bleiben, anstatt einen Datenverlust zu riskieren, der unter Umständen gleich mehrere Zulieferer und Kunden mit ins Verderben reißt? Gut möglich! Allerdings werden sich Unternehmen, die so denken, auf Dauer nicht halten können. Und die verfügbaren Sicherheitsstandards sind äußerst gut! Setzen Sie sich deshalb bewusst mit den neuesten Sicherheitstechnologien auseinander und sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter für das Thema Datenschutz. Falls Sie nicht wissen, ob Sie die nötige IT-Sicherheit gewährleisten können, greifen Sie auf externe Dienstleister zurück, die sich in der Vergangenheit als verlässliche Partner einen Namen gemacht haben. Auf diese Weise können Sie von dem technischen Fortschritt profitieren, ohne unnötige Risiken einzugehen.

Und noch ein Hinweis zum Schluss: Laut Bitkom Digital Office Index konnten 51 Prozent der befragten Unternehmen im Zuge der Digitalisierung ihre Datensicherheit sogar noch erhöhen. Sie können das auch!

Fehlannahme 3: Die Arbeitsmarktsituation nimmt bedrohliche Züge an.

„Wir haben zu wenig qualifiziertes Personal, um den digitalen Wandel voranzutreiben.“ Diese Aussage ist im Zusammenhang mit der Digitalisierung in Deutschland immer wieder zu hören. Ebenfalls beliebt: „Wenn wir Prozesse automatisieren, fallen sicher wertvolle Arbeitsplätze weg.“ Was ist an Befürchtungen wie diesen dran? Müssen Arbeitgeber und -nehmer tatsächlich vor der Zukunft zittern?

Die Antwort: Nein, müssen sie nicht. In der IW-Analyse „Arbeitswelt der Zukunft – Wie die Digitalisierung den Arbeitsmarkt verändert“ heißt es ganz klar: „Derzeit finden sich keine überzeugenden empirischen Anhaltspunkte dafür, dass im Zuge einer fortschreitenden Digitalisierung negative Beschäftigungsentwicklungen befürchtet werden müssen. Auch das sogenannte Normalarbeitsverhältnis ist nicht bedroht.“

Die Annahme, Roboter würden schon bald den Arbeitsmarkt zerstören, ist somit hinfällig. Was allerdings stimmt, ist die Tatsache, dass der Qualifikation von Mitarbeitern eine gestiegene Bedeutung zukommt, wie unter anderem eine Studie des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagebau (VDMA) unterstreicht. Und sicher wird auch die Zahl der benötigten Hilfsarbeiter zurückgehen.

Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der digitale Fortschritt von kontinuierlichen Weiterbildungen sämtlicher Teammitglieder und bewussten Anreizen für neue Fachkräfte begleitet wird. Insbesondere Weiterbildungen sind Pflicht, denn nur wer sich bewusst mit den neuen technologischen Möglichkeiten auseinandersetzt und ihr Potenzial versteht, kann von den damit verbundenen Chancen profitieren. 

Die genannten drei Beispiele sind nur eine Auswahl aus einer Reihe von Fehlannahmen, die durch deutsche Unternehmen geistern. Lassen Sie sich von derartigen Befürchtungen nicht ins Bockshorn jagen, sondern machen Sie sich Schritt für Schritt auf den Weg in die digitale Zukunft! Warum fangen Sie nicht einfach bei Ihrer Buchhaltung an? Wie Sie in diesem Bereich maßgeblich von der Digitalisierung profitieren können, erfahren Sie in unserem kostenlosen Leitfaden „9 Tipps für die Buchhandlung – Mehrwerte schaffen und Performance erhöhen.“

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Fotoquelle Titelbild: © fotolia / ra2 studio

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